Tattoo Entfernung

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Wie funktioniert die Tattoo Entfernung

Durch einen ND YAG Laserstrahl werden die Farbpigmente mit extrem kurzen Laserimpulsen beschossen. Die vom Laserimpuls ausgehende Energie wird dabei von der Pigmentfarbe aufgenommen. Durch die „Schockwelle“ des energiereichen Laserstrahls wird das Pigment in kleine Teile zersprengt. Das umliegende Hautgewebe reagiert nicht auf den extrem kurzen Laserstrahlen und bleibt daher unverletzt. Durch dieses neuartige und schonende Prinzip werden die verschiedenen Pigmente selektiv zerstört. Die „zerschossenen“ Farbpartikel werden von den Makrophagen (Fresszellen) aufgenommen und durch das Lymphsystem abtransportiert.

 

Können alle Farben entfernt werden

Normalerweise Ja. Allerdings ist dies abhängig von der chemischen Zusammensetzung der Farben. Schwarze bzw. dunkelblaue Tattoos lassen sich in der Regel ohne Weiteres entfernen. Problematischer wird es bei hellen Farben. Also gilt: Je dunkler die Farben sind desto besser wird der Laserstrahl absorbiert und zersprengt die Farbpartikel.

Dies gilt auch bei sogenannten „Schmutz- Tätowierungen“ (in der Lederhaut eingelagerte Verunreinigungen) Probleme könnte es geben, wenn die Farben durch Zusatzstoffe verunreinigt sind. Das kann dazu führen das der Behandlungserfolg ausbleibt bzw. die Hautstelle mehrfach „beschossen“ werden muss.

 

Wird die Haut beim Lasern verletzt

Eine Hautverletzung bei Kunden ist nahezu ausgeschlossen, da lediglich die Farbpigmente “getroffen” werden. Sollten behandelte bzw. die abgesprengten Farbpartikel durch die Oberhaut austreten, und dabei ein Gefäß treffen, so kann es in seltenen Fällen zu leichtem Austritt von Lymphflüssigkeit bzw. Blut kommen. Im Allgemeinen jedoch kommt es nur zu Rötungen und leichten Schwellungen, die mit einem Sonnenbrand vergleichbar sind.

 

Welche Risiken und Nebenwirkungen sind zu beachten

Während und nach der Behandlung kann das gelaserte Areal gerötet sein und anschwellen. Eventuell kommt es auch zur Bildung von Schorf, in wenigen Fällen und bei empfindlicher Haut sogar zur Bläschenbildung. Selten kann es auch zu Hpyer- oder Hypopigmentierungen kommen, oder bei unsachgemässer Pflege zu Infektionen. In der Zeit der Laserbehandlung ist das Tattoo vor Sonnenlicht zu schützen und Solarium zu vermeiden. Es besteht kaum ein Narbenrisiko. Wichtig ist eine gute Nachsorge durch den Kunden. Blutverdünnende Medikamente, wie z.B. Aspirin müssen vor der 1. Behandlung abgesetzt werden um Blutergüsse zu vermeiden, lassen Sie sich dazu beraten.

Zur besten Abheilung ist in den ersten 4 Tagen darauf zu achten, dass das behandelte Areal viel Luft bekommt und oft desinfiziert wird. Dennoch ist Duschen kein Problem, Sie sollten aber auf Seife an der Stelle verzichten. Schwimmen und Saunen sollten Sie in den ersten 7 Tagen vermeiden. Erst nach vollständiger Abheilung ist dies wieder unbedenklich möglich. Eine mögliche Hypopigmentierung bedeutet, dass sich nach Beendigung der Tattooentfernung ein leicht heller Schatten bildet. Dies passiert, wenn neben der Tattoo-Farbe auch noch die Pigmentfarbe der Haut unbeabsichtigt entfernt werden. Da die Tattoopigmente in der Dermis eingelagert sind, kann die ungewollte Hypopigmentierung auch nicht immer verhindert werden. In der Regel bilden sich die Hautpigmente aber nach einigen Monaten nach, danach ist auch Sonnenbaden wieder bedenkenlos möglich.

 

Was sollte nach der Behandlung beachtet werden

Grundsätzlich gilt: je weniger an den gelaserten Arealen manipuliert wird, desto schöner ist das Ergebnis. Behandelte Areale dürfen 3 Tage lang nur sehr vorsichtig gewaschen werden, beim Abtrocknen müssen die Stellen leicht abgetupft werden. Feuchtigkeitscremes und Puder-Makeup bzw. Rouge sind erlaubt. Krusten oder Blasen dürfen grundsätzlich nicht abgekratzt oder entfernt werden. Sechs bis 12 Wochen nach der Lasertherapie ist die neue Haut noch erhöht sonnenempfindlich und muss unbedingt geschützt werden (Sonnen-Blocker, Lichtschutzfaktor 40 oder mehr).

 

Wieviele Sitzungen sind nötig

Der Wunsch nach einer schnellen Tattooentfernung kann nur selten erfüllt werden. I.d.R. sind immer mehrere Behandlungen notwendig. Die genaue Anzahl und Dauer der Behandlung hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht genau vorausberechnen. Einen Einfluss auf die Behandlungsdauer der Behandlung haben zum Beispiel:

  • verwendete Farben bzw. die Farbzusammensetzung der Tätowierung
  • Art und Tiefe des Pigmenteintrags
  • Größe und Qualität der Tätowierung
  • Reaktionsfähigkeit des körpereigenen Immunsystems
  • Konsequenz und Regelmäßigkeit der Behandlungen
  • Art und Pflege der Nachbehandlungen.

Mehr als ca. 100 cm² (maximal 10cm x 10cm) sollten pro Sitzung nicht behandelt werden, da die Infektionsgefahr sonst zu groß und der Körper zu sehr belastet wird. Erfahrungsgemäß fordern Laientätowierungen weniger Sitzungen. Die Tattooentfernung via Laser beruht auf dem Prinzip der selektiven Photothermolyse: bei jeder Anwendung wird das komplette Tattoo gelasert und Teile des Pigments zerstört; der Körper benötigt viel Zeit, um die zertrümmerten Pigmente abzuräumen. Die Tätowierung wird von Anwendung zu Anwendung immer heller und verschwindet langsam. Das Tattoo bleicht quasi aus.

 

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